Level Up für das Next Level Brewing Double Trouble

Next Level Brewing aus Wien brauen schon seit einiger Zeit exklusiv in der modernen Loncium-Brauerei in Kötschach-Mauthen. Mit dem Monster Juice haben die beiden Brauereien den Trend zum New England IPA schon früh nach Österreich gebracht. Das Double IPA mit Marillen hat 2017 auch gezeigt, dass sich Österreichs Kleinbrauereien nicht vor internationalen Trends fürchten müssen, sondern diesen selbstbewusst ihren Stempel aufdrücken können.

Fast forward in das Jahr 2018. Oder halt zurückgespult, denn es war erst im Dezember, als es sich herumsprach, dass Next Level und Loncium ein neues Double IPA veröffentlichen würden. Einige Flaschen davon hatten es in die Bierboutique geschafft, lange gab es sie nicht. Das Double Trouble war frisch, rund und ordentlich fruchtig und schlug ein. Auch im Thirsty Heart war es nicht lange am Hahn, bevor es schon wieder ausgetrunken war. Um so erfreulicher, als Alex von Next Level beim Tap Takeover ebendort durchklingen ließ, dass der Release von Double Trouble 2.0 schon vor der Tür stehen würde.

Wir haben bei Alex von Next Level angeklopft und gebeten, uns doch ein paar Fragen zum neuen Bier zu beantworten. Die findet ihr unter den Fotos von der Bierpräsentation am 19.4. im Beer Store Vienna, bravourös von Johnny What abgelichtet.

Ihr habt euch dazu entschieden, das Double Trouble neu aufzulegen. Handelt es sich um das selbe Rezept oder habt ihr etwas verändert?
Das Bier ist im wesentlichen gleich geblieben, nur dass diesmal beim Hopfenstopfen Centennial und Simcoe im Vordergrund stehen (neben Citra und Mosaic), während beim letzten Mal Galaxy und Amarillo im Vordergrund standen (ebenso neben Citra und Mosaic). Das Bier ist dadurch viel orangiger, harziger geworden – yeah! Warum wir’s verändert haben: Double Trouble ist quasi unsere Hopfenspielwiese, wo wir gemeinsam mit Loncium als Collab immer wieder mal rumtüfteln wollen. New England Double IPAs leben von der Frische, im gemeinsamen Vertrieb mit Loncium schaffen wir es den Sud sehr schnell zu verkaufen – Fresh is King! ? Wir planen auch, es dieses Jahr noch 1-2 Mal in wiederum leicht neuer, abgeänderter Form einzubrauen.

Neben Bierol habt vor allem ihr früh auf den aus den USA kommenden Trend zum New England IPA reagiert und legt immer wieder nach. Passt der Stil besser zum österreichischen Markt als herbere IPAs?
Der Stil passt besser zum österreichischen Markt, welcher wohl deutlich weniger Bittere verträgt. Man sieht das am Beispiel Pils: Deutsches Pils ist deutlich herber, das österreichische hat sich eigentlich zu einer sehr milden Variante entwickelt. Beim IPA ist der Trend New England in Österreich eindeutig angekommen, wird aber nach wie vor von sehr wenigen Brauereien bespielt. New Englands sind meiner Meinung nach die Königsklasse der IPAs. Es braucht sehr gutes Equipment und viel Wissen, um gute, konstante Qualität in die Flasche zu bringen. Die Biere sind so dermaßen sensibel gegenüber Sauerstoff, dass bei Handabfüllung und falschem Umgang mit der Kalthopfung schnell einmal ein oxidiertes, leicht bräunliches Bier mit teilweise noch vorhandenen Hopfenflankerln in Umlauf kommt. Das kommt für uns nicht in Frage, weswegen wir auch am Standort Kötschach-Mauthen mit der Brauerei Loncium den perfekten Partner für solche Biere gefunden haben. 

Eure anderen Biere entstehen auch zum Großteil bei der Brauerei Loncium? Was macht sie für euch zum idealen Partner, könnt ihr uns ein bisschen über eure Zusammenarbeit erzählen?
Unsere Core-Range und die meisten unserer aktuellen Specials stammen zu 100% aus der Brauerei Loncium. Nach mehreren Ausbauten bietet die Brauerei mittlerweile Top Equipment in allen Bereichen, vor allem im Bereich der Abfüllung! Konstant gute Qualität abzuliefern ist für uns eine Grundvoraussetzung. Mit den vielen Brauereiwechseln, die wir anfangs durchgemacht haben, war diese nicht immer leicht zu erfüllen. Daher ist es auch als Gypsy Brauer gut, eine stabile Partnerschaft zumindest für die Hauptsorten zu haben. Alois und Klaus sind außerdem zu guten Freunden geworden und die Zusammenarbeit funktioniert dadurch auf allen Ebenen sehr gut.

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Klemens

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