Was Craftbier nicht ist

Eine wirklich breit akzeptierte Definition von Craftbier zu finden ist nach wie vor ein bisschen schwierig – denn so eine richtig offizielle, global anwendbare gibt’s nicht. Warum ist das überhaupt relevant?

Bei Kund*innen, die sich nicht umfassend mit Brauereien, ihren Arbeitsweisen und Eigentümer*innen beschäftigen wollen, ensteht Verwirrung. Das nutzen Industriebrauereien, um sich in der Nische breit zu machen – ob nun mit Eigenmarken oder indem man das Pils zusätzlich hopft und damit als Craftpils verkauft. Aber Craftbier ist es eben nicht, wenn man plötzlich einen sonst bisher bei uns seltenen Stil braut (wobei das ein wünschenswerter Nebeneffekt ist) oder Brautechniken wie Kalthopfung nutzt. Auch dass ein Bier aus einem anderen Land kommt tut da nichts zur Sache. Da gehört mehr dazu. Ein toller Versuch einer Definition findet sich bei den Hopfenhelden.

Was Bier kaputt macht

Wenn der Verbraucher auf das Bier draufschaut, muss es visuell dem entsprechen, was er gewöhnt ist. Die Farbe muss stimmen und die Klarheit, wenn es ein filtriertes Bier ist. Auf diese Parameter ist das Mindesthaltbarkeitsdatum abgestimmt. Nicht aber auf die Sensorik.

Fritz Briem

Am “Reinheitsgebot”-Blog der FAZ ist ein ausführliches Interview darüber erschienen, was und wie man Bier schon lange vor Mindesthaltbarkeitsdatum kaputt macht.

Im Vergleich dazu, wie bei uns Bier verkauft und gekauft wird, ist das darin gesagte teils fast radikal.

DuK – und weg

Im DuK bei den Arlandgründen in Graz Andritz gab es seit April 2018 einen Steiermarkbier-Shop mit einer Auswahl von Alefried über Bevog, Erzbergbräu, Forstner Biere, Pock Bier bis zu Mikrobrauereien… Read more